Zenit der Männer-in-Strumpfhosen-Saison

Rosenmontag 2018: Auch in diesem Jahr wird der Tag wieder der Höhepunkt der Männer-in-Strumpfhosen-Saison sein. Sieht man von der Berichterstattung über öffentliche Auftritte von Royals und Promis ab, greift die Journaille das Thema Strumpfhose niemals so häufig auf wie während der sogenannten tollen Tage bzw. der „fünften Jahreszeit“. Fast ausschließlich dreht es sich dann darum, dass Männer Strumpfhosen tragen. Und stets hat man beim Lesen entweder das Gefühl, es ginge um etwas Anrüchiges oder es sei besonders lächerlich.

Ist es nicht. Im Jahr 2018 (ebenso wie in den Jahren davor) haben Männer jedes Recht, Strumpfhosen zu tragen. Nicht nur im Männerballett zur Gaudi des Publikums, und nicht nur kostümiert als Begleiter der Karnevals- und Faschingsumzüge. Wem es gefällt, der soll es tun. Dass die Menschen noch nicht so weit sind, es widerspruchlos zu akzeptieren, wenn sich Männer in Strumpfhosen in der Öffentlichkeit zeigen, ist gleichermaßen ein Phänomen wie ein (gesellschaftliches?) Problem. Aber wer gern Strumpfhosen trägt, es vielleicht in dieser Session während des Verkleidens erst für sich entdeckt hat, der soll es machen. Und dazu stehen.

Männer, tragt Strumpfhosen. Nicht nur während der Männer-in-Strumpfhosen-Saison, sondern während des ganzen Jahres. Öffentlich, unter einer Hose, im privaten Raum. Männer, redet mit eurer Frau, Freundin, Partnerin, Lebensgefährtin etc. darüber, wenn sie es nicht weiß. Akzeptiert sie es nicht oder macht sie sich lustig, dann denkt darüber nach, was das für ihre geistige Haltung im 21. Jahrtausend aussagt und was es prinzipiell für eine Beziehung zu bedeuten hat. Dass es ganze Fabriken gibt, die nichts anderes produzieren als speziell für Männer geschnittene Strumpfhosen beweist, dass Strumpfhosen ein Kleidungsstück für alle Geschlechter sind. 

 


 

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